Barbara Sommer abgewiesen !

Am vergangenen Freitag, 04.12.09, war der Besuch der NRW-Bildungsministerin Barbara Sommer am Besselgymnasium geplant, damit sie zum Partnerschaftsvertrag zwischen dem Besselgymnasium und dem Lycée Bart Jean gratulieren konnte. Aufgrund des Besuches der Bildungsministerin, die in der Öffentlichkeit gegen den Schulausfall appelliert, wurden alle Schüler, außer die aus der 11. und 12. Jahrgangsstufe nach der 2. Stunde nach Hause geschickt. Die 11. Jahrgangsstufe musste jedoch dort bleiben um die Aula zu füllen und die 12. blieb aufgrund einer Klausur.

Jedoch fuhren ca. 400 Schüler, die nun eigentlich schulfrei hatten, nicht nach Hause sondern blieben beim Besselgymnasium um dort gegen die Politik der Bildungsministerin zu protestieren. Geplant war, dass alle Schüler, die sich draußen versammelten, am Anfang von Frau Sommers Rede mit zugeklebtem bzw. geknebeltem Mund von allen vier Eingängen der Schule komplett stumm eintraten und sich rund um die Aula für einige Minuten aufstellen. Anschließend wären die Schüler, die die Aula füllen sollten ebenfalls mit zugeklebtem bzw. geknebeltem Mund aufgestanden und hätten sich mit dem Rücken zu Frau Sommer gestellt, um ein Zeichen zu setzen, dass sie nicht mit der Bildungspolitik einverstanden sind. Somit hätten sie die Veranstaltung nicht gestört, da alles lautlos verlaufen wäre.
Als jedoch auffällig wurde, dass sich die Schüler draußen versammelten, entschloss die Schulleitung jegliche Ausgänge, unter anderem die Fluchttüren, zu verschließen, damit bloß keine bösen Demonstranten eindringen konnte, da natürlich nicht erwartet wird, dass auch ein stummer Protest möglich wäre sondern nur (Zitat der Schulleitung) „Remmidemmi und Krawall“ stattfinden würden. Dass dabei gegen die Brandschutzverordnung gestoßen wurde interessierte sie anscheinend wenig. Genau so wenig, dass anfangs die Rede war, dass Schüler sich eine eigene freie Meinung bilden sollten und genau diese Leute anschließend ausgesperrt werden.
Die einzige Tür, die noch offen war, war der Haupteingang, der jedoch von Lehrern bewacht wurde, damit bloß keine Kritik von draußen durchkommen würde. Als die Schüler dies bemerkten, stellten sie sich in 2 Reihen vom Schuleingang bis zu Frau Sommers Auto auf, sodass sich ein Gang bildete, durch den sie anschließen gegangen wäre. Plötzlich kam am Ende der eigentlichen Veranstaltung jedoch die Einladung von Frau Sommer, dass alle Schüler die protestierten, in der Aula Platz nehmen konnten, um dort mit ihr über ihre Unzufriedenheit zu sprechen.
In der Aula Platz genommen, fing der Schülersprecher an, einige Punkte zu nennen, mit denen keiner der dort anwesenden Schüler (ganz abgesehen von dem Rest aller Schüler), zufrieden ist. Frau Sommer versuchte ihren Standpunkt zu erläutern, wobei sie aber sehr schnell anfing abzuschweifen und von einem auf den anderen Satz begann über die Bessel-Big-Band zu sprechen, die nun nichts mit dem eigentlichen Thema zu tun hatte. Nachdem ein Schüler aus der Aula sie darauf aufmerksam machte, hatte sie jedoch keine Zeit mehr weiter zu diskutieren und musste leider wieder wegfahren. Als Schlusswort sagte sie, dass sie ein Zeichen und Ideen von den Schülern braucht und drehte die Sache um, damit sie nicht viel Arbeit hat. Was sie noch für Zeichen braucht steht da in den Sternen geschrieben und ob sie sich ernsthaft für Vorschläge von Schülern interessiert ist auch nochmal eine Frage.





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